Konfliktbewältigung mit mediativen Elementen

Hauptmerkmal: Sich zusammensetzen und lösungsorientiert vorgehen, statt Energie bei unproduktivem Streit verschwenden.

Wichtig ist auf alle Fälle, dass alle Beteiligten freiwillig zu den vereinbarten Terminen kommen, weil es Bestandteil und Ziel der Mediation ist, die Lösung miteinander zu erarbeiten.

Den MediatorInnen/TrainerInnen fällt dabei hauptsächlich die Rolle kundiger FührerInnen zu, die, ähnlich wie bei einer Bergtour für die gesicherten Rahmenbedingungen sorgen (auf verbale Untergriffe aufmerksam machen, auch leise Einwürfe wahrnehmen und aufgreifen, u. a. m.).

Ziel ist, eine Lösung zu erreichen, die für alle Beteiligten gut, vertretbar und auch langfristig gesehen tragbar ist.

Was Mediation keinesfalls kann: Rechtsbeistand oder Sachverständigengutachten ersetzen, medizinische oder therapeutische Hilfe leisten. Begleitend kann sie allerdings wertvolle Hilfe leisten.

Konfliktbewältigung mit mediativen Elementen ist so gut wie in allen Lebensbereichen anwendbar und sinnvoll. In der Schule, im wirtschaftlichen Umfeld, bei Vertragsabschlüssen, Vereinbarungen (zwischen Nachbarn z. B.), bei Scheidungen, Testamentserstellung usw.

Bei Zustandekommen einer Arbeitsvereinbarung tritt auch die Verschwiegenheitspflicht in Kraft.